Formulieren und Argumentieren

Sprache als Werkzeug

Sprache ist ein Werkzeug: Für verschiedene Einsatzbereiche nehmen wir die passenden, die richtigen Werkzeuge.

Formulieren mit der gesprochenen Sprache

Der Bereich der gesprochenen Sprache unterscheidet sich in vielen Punkten von der Schrift. In Büchern, einer Zeitschrift und auf dieser Webseite können Sie zurückblättern. Eine Rede findet im Jetzt statt. Sie kann auch aufgezeichnet werden, aber die Wirkung entfaltet sie im Jetzt. Die Zuhörer können nicht zurückblättern.

Formulieren bedeutet Gedanken in einer Sprachform darzustellen. Unsere Sprache bietet dafür viele Varianten an: Angefangen bei der Wortwahl, über den Satzbau bis zur Konstruktion von längeren Texten in verschiedenen Textarten. Wir können dabei auch unterschiedliche Stilarten nutzen. Dabei bestimmen das Medium, das Thema, das Publikum und weitere Kriterien mit. 

Formulieren Sie kurze Sätze und sprechen Sie mit klaren Worten!

Die Zuhörer müssen Sie inhaltlich verstehen. Nutzen Sie wenige Kettensätze und Schachtelsätze. Das Wort „und“ verbindet Inhalte, die vielleicht oft gleichwichtig sind oder zeitlich zusammenhängen. Kettensätze mit mehreren „und“-Verbindungen werden oft zu lang. Mehrere solcher Sätze hintereinander wirken negativ: Der Zuhörer wird Sie nicht verstehen. Dann wird er seine Aufmerksamkeit abwenden, obwohl er direkt vor Ihnen sitzt. Es geht nicht darum, möglichst viel Text in einen Satz zu packen. Egal wie klug, kreativ, humorvoll Ihre Inhalte sind: Lange und komplizierte Sätze sind eher unverständlich.

Fremdworte

Wenn Sie zeigen möchten, dass Sie alle möglichen Fremdworte kennen, dann setzen Sie es um. Möchten Sie inhaltlich verstanden werden, dann nutzen Sie nur wenige Fremdworte. 

Konkrete Worte

„Ich mache mir ein Schnitzel!“ Konkreter formuliert lautet der Satz: „Ich brate mir ein Schnitzel!“ Unser Gehirn möchte immer ein wenig Energie sparen, daher bleibt die Ausdrucksweise oft sehr allgemein. Möchten Sie als ein konkreter und genauer Redner wahrgenommen werden? Formulieren Sie Sätze mit konkreten und genauen Verben!

Argumentieren ist kein einfaches Aufzählen

Argumente geben reinen Informationen eine Bedeutung. Ob Sie informieren möchten, überzeugen wollen oder zu Handlungen auffordern möchten: Inhalte brauchen eine Bedeutung.

Es gibt unterschiedliche Formen von Argumenten und verschiedene Techniken der Argumentation. Eine Vielzahl von Möglichkeiten hilft Standpunkte, Aussagen und Meinungen zu begründen und diese überzeugend zu formulieren.

Beispiele:

  • Rationale Argumente: Sachlichkeit und Logik spielen hier eine Rolle.
  • Moralisch-Ethische Argumente: Etwas ist moralisch unangebracht oder im Gegenteil gewünscht.

Argumente lassen sich systematisch finden: Hinter jedem Sachinhalt stecken zahlreiche Ansatzpunkte zur Argumentation. Das Ziel des Redners bestimmt welche Methode zur Argumentation er anwendet.   

Gutes Argumentieren berücksichtigt grundsätzlich die Interessen der Zuhörer.

Wann und welche Argumente für Ihre Rede sinnvoll sind und wie Sie diese Argumente konkret und plausibel formulieren, zeigt Ihnen ein Training:

Argumentieren für Führungskräfte